KLOKULTUR AG – Interview mit Maria Palm

Dieses Interview wurde geführt von Chaeyun und Marlene
Fotos von Arda

 

Maria und Franziska von der Klokultur-AG

Horter-Reporter:innen:
Wieso gibt es die Klokultur-AG?

Maria:
Die Klokultur-AG gibt es, weil wir Lust haben, mit euch Kindern gemeinsam unsere Toiletten zu verschönern und weil wir ein bisschen mehr Bewusstsein in die Schule transportieren wollen, damit ihr einfach ordentlich damit umgeht.

Horter-Reporter:innen:
Funktioniert denn die Klokultur bisher eigentlich recht gut?

Maria:
Die funktioniert super. Wir haben im Durchschnitt etwa 22 Kinder dabei, von der ersten bis zur fünften Klasse – also eine große, wilde, bunte Mischung.

Klopapier landet auch gerne mal an der Deckenlampe

Horter-Reporter:innen:
Woher kommt der Name?

Maria:
Ich glaube, der Name kam daher, weil wir überlegt haben, wie wir Schüler dazu bringen können, kulturell ein bisschen bewusster mit dem ganzen Thema umzugehen.

Ihr wisst ja am besten, wie eure Toiletten aussehen – weil die sind in letzter Zeit ein wenig verunstaltet worden. 

Horter-Reporter:innen:
Und was machen Sie in der AG und wer darf mitmachen?

Horter-Reporter:innen:
Mitmachen dürfen alle, die wollen.

Redaktion:
Auch die Lehrer?

Ca. 22 Kinder sind jede Woche kreativ.

Horter-Reporter:innen:
Ach so, nein, die Lehrer nicht. Die machen sozusagen im Geheimen mit.

Also Franzi und ich, Maria, wir leiten die Klokultur-AG. Und immer dann, wenn wir Hilfe brauchen, zum Beispiel vom HoMM, sprechen wir meistens mit Marcus.

Oder wir kontaktieren die Lehrer persönlich. Die helfen sozusagen im Hintergrund. Aber ihr Schüler seid ein Zentrum der AG.

Ohne euch würde das gar nicht funktionieren.

Horter-Reporter:innen:
Und was machen Sie in der AG?

Maria:
Wir haben uns einen Plan überlegt, was wir bis zu den Sommerferien tun können, um die Toiletten zu verändern.

Das Plakat der KloKultur

Am ersten Tag haben wir die Toiletten inspiziert, Fotos gemacht und geschaut, wie sie aussehen.

Darauf basierend haben wir die Fotos ausgedruckt, und dann durften alle ganz, ganz kreativ sein.

Jetzt haben wir uns so eine Art Abenteuerreise überlegt – von den Ideen hin zu einem konkreten Plan, wie wir in die Umsetzung kommen. Wir wollen die Toiletten cool und schöner machen, die Wände farbig anstreichen oder Bilder aufhängen. Das ist jetzt gerade der nächste Schritt.

Horter-Reporter:innen:
Welche Materialien benutzen Sie eigentlich?

Maria:
Wir benutzen aktuell für die Ideenfindung Leinwände, buntes Klebeband, Acrylfarben, Buntstifte und Filzstifte.

Wir malen erstmal auf Papier, so Dummies sozusagen, um zu testen, weil wir ja nicht gleich die Klowände anmalen können.

Horter-Reporter:innen:
Haben Sie Angst, dass alles wieder zerstört wird?

Der Weg zum coolen Klo

Maria:
Ich habe riesengroße Angst, dass alles wieder zerstört wird.

Um diese Angst zu verringern, brauchen wir Toilettenbotschafter. Da überlegen wir uns noch einen richtig coolen Namen – so etwas Ähnliches wie Konfliktlotsen, nur eben für die Klos.

Und damit meine ich nicht, dass Schüler die Klos putzen, sondern dass ihr euch zusammenschließt und sagt: „Du, dir ist da gerade ein Papier runtergefallen, daneben steht doch der Mülleimer, wirf es bitte da rein.“

Oder wenn ihr jemanden dabei erwischt, wie er über das Klo klettert, kann man sagen: „Hey, draußen ist doch eine Kletterspinne, kletter doch da. Wieso kletterst du über die Klos?“

Also, dass man gemeinsam mehr Bewusstsein schafft.

Horter-Reporter:innen:
Haben Sie eigentlich Spaß an der ganzen AG?

Maria:
Ja, wir haben super viel Spaß, weil wir mit euch etwas verändern können und sehen, was wir tun.

Wir können euch dabei begleiten, die Schule irgendwie cooler zu machen, und das motiviert uns. Franzi und ich haben beide eine Tochter hier in der Schule, deswegen ist uns das natürlich auch wichtig – nicht nur für unsere Töchter, sondern für euch alle.

Horter-Reporter:innen:
Vielen Dank.